Privatbrauerei Gundermann & Stürmisch

 

Welcher Biertrinker träumt nicht von seiner eigenen Brauerei? Nichts leichter als das - jeder der braut, ist Brauer und hat eine Brauerei, seine ganz private Hausbrauerei!

 

Die kann er nun nennen, wie er will. Er kann ja auch seinem Gemüsebeet oder seinem Rasen einen klingenden Namen geben. Etwa:  

Gundermann & Stürmisch

 

 Ein Name muss schließlich neugierig machen und die Phantasie anregen. Jeder kann sich (im hier erwähnten Beispiel) die beiden imaginären Besitzer vorstellen: den vorsichtigen, kauzigen und konventionellen Gundermann, der nirgends anecken und am liebsten unsichtbar bleiben will, und den  quirligen, kontaktfreudigen und kumpelhaften Stürmisch, der jeden mit Rede überschüttet und in den höchsten Tönen von seinen Erzeugnissen schwadroniert.

 

 Warum bloß auf dem eigenen Grundstück brauen? Wo es doch so gut schmeckt! Warum nicht ein Gewerbe aufziehen? Das sind so Flausen … Es sind schon hochgelobte Garagenbrauereien daran gescheitert, dass die Kunden die Flaschen nicht mehr zurückgeben. Sowas sollte jedem zu denken geben. An Brauerei-Start-Ups verdienen in der Regel bloß Unternehmens- und Finanzberater, die Banken, die Gemeinde und der Staat. Der Gründer selbst wird seines Lebens meist nicht froh. Gewinnbringend im Kleinen zu arbeiten, wird ihm kaum gelingen. Dazu hat das Preisdiktat der Konzern-Großbrauereien schon zu lange auf den deutschen „Verbraucher“ eingewirkt. Bier ist das bessere Mineralwasser. Eine Flasche für 5 Euro? Der Kasten für 60? Soviel müsste das Bier aus einer Mikrobrauerei schon kosten, wenn auch für die Halbtagskraft neben dem Chef noch was übrig bleiben soll.

 Was man sich aber mit ein paar Freunden überlegen kann: eine Vereinsbrauerei! (Nicht eingetragener Verein, versteht sich.) Da gelten besondere Regeln. Ist zu überlegen. Demnächst mehr darüber.