Ein paar Worte vorab

 

Jetzt könnte ich Ihnen eine tolle Geschichte erzählen, von wegen: "Ich entstamme einer uralten Bierbrauerdynastie - schon mein Urururururururururururururgroßvater braute 1345 unter Markgraf Karl dem Großmäuligen ..."

 

Aber das lass ich bleiben. Ich bin Schriftsteller von Beruf. Doch wenn ich "Geschichten" erzähle, dann nur in meinen Büchern, Zeitungsartikeln oder Vorträgen. Fake-News im wirklichen Leben zu verbreiten, das überlasse ich den Politikern und dem Wetterdienst.

 

Wie kam es zu der Idee mit den Bierbrauvorträgen?

 

Wie ich zum Bierbrauen kam und auf die Idee, andere zum Selbstbrauen zu animieren? Das ist schnell berichtet. Ich mag es einfach nicht, in so wichtigen Fragen wie der eigenen Ernährung - besonders beim Verzehr von Genussmitteln - völlig von der Großindustrie abhängig zu sein. Geschmack und Inhaltsstoffe meiner Lebensmittel (inklusive Getränke) sollen mir nicht ausschließlich von fremden Produzenten verabreicht und vorgeschrieben werden. Vor allem hasse ich den Einheitsgeschmack bei Genussmitteln.

 

Da ich selbst für mich koche, seit ich denken kann, um meinen eigenen Geschmack zu entwickeln und mir meine Gesundheit zu erhalten, war es nur folgerichtig, dass mir auch die käuflichen alkoholischen Getränke zunehmend langweilig und suspekt wurden.

Ich fing an, selbst Apfelwein zu keltern, legte einen eigenen Weingarten an, kelterte meinen Rotwein, und ... ja, was blieb mir da noch anderes übrig? Ich braute mein erstes eigenes Bier.

 

Mehr gibt es kaum zu sagen. Das Selbstbrauen machte mir soviel Spaß und zeitigte so faszinierende Ergebnisse, dass ich beschloss, fortan über Land zu fahren und für diese Beschäftigung die Werbetrommel zu rühren.

 

Warum nicht eine Brauerei aufmachen?

 

Selbst eine Brauerei eröffnen? Das ist natürlich der Traum eines jeden Hausbrauers. Doch das ist mit einer Menge Vorbereitung und viel Kalkulation verbunden. Vor allem ist es für einen allein ein zu großes Projekt. Vielleicht sieht es in ein, zwei Jahren anders aus. Ein paar potentielle Mitstreiter finden sich vielleicht über die Kurse und Vorträge, wer weiß? Im Bekanntenkreis ist zumindest das Interesse an meinen Bieren rapide im Wachsen begriffen. Das lässt mich hoffen!

 

Vorerst werde ich also "nur" meine kleinen Vorträge halten (typisches brandenburgisches understatement) und allen, die ihr eigenes Bier brauen wollen, beim Selbstbrauen assistieren.

 

Wie groß muss eine Gruppe sein für einen Brautag?

 

Ab sechs Personen lohnt es sich für mich, den Anhänger zu beladen und meine kostenlosen Leihgerätschaften zu den Brauwilligen zu befördern. Kosten entstehen ausschließlich für meine Vortragstätigkeit: Pro Teilnehmer 75 Euro. Mit Verköstigung (eigener Feuertopf nebst Craftbieren der Region) 85 Euro. Für Fahrten über die Landkreisgrenzen kommen allenfalls noch 0,30 € je Kilometer Fahrtkosten dazu.

 

Technische/logistische Voraussetzungen: Wasseranschluss oder Brunnen sowie ein paar wind- und regengeschützte Quadratmeter ebenen Bodens, sonst ist alles (Gas, Malz, Hefe, Hopfen) inklusive. Legal ist es auch, in der Rubrik "Heimbrauen mit Fug und Recht" - siehe Navigationsleiste - erfährt man Genaueres.

 

Ach ja - Zeit und Interesse sollten vorhanden sein, sonst ist es für jeden ermüdend. Es kann je nach Straffung des Zeitplans zwischen 3 und 9 Stunden dauern; in der Regel dauert es 6. Beispiel: Start zwischen 9 und 10 Uhr an einem Sonnabend, Ende zwischen 16 und 17 Uhr.

 

Die folgenden Bilder liefern schon ein paar Eindrücke von meinen "Darbietungen" und dem Spaß, den sowohl die Kurs- und Vortragsbesucher als auch ich in der Regel haben.

 

 

Hier demonstriere ich in der Pritzwalker Stadtbücherei das richtige Einschenken eines Craftbeers - nach einem ausführlichen Vortrag über das Hausbrauen bei Katharina und Martin Luther.

Erst abwartend, ob sich an mir eine negative Wirkung zeigt, schließlich aber von der Genießbarkeit der modernen Craftbiere überzeugt, haben sich die Kritiker dann selbst ein Urteil  gebildet.

 

An einem der stürmischsten Tage des vergangenen Jahres wurde am verwunschenen Tornowsee im Nachbarlandkreis Ostprignitz-Ruppin ein Düsseldorfer Altbier gebraut - ich war vortragend und beratend mit von der Partie.

Erfolgserlebnisse:

 

1. Beim Einmaischen

"Es riecht schon wie in der Brauerei!"

Ja, warum wohl?

2. Beim Läutern

"Der Treber ist ein natürlicher Filter!"

Jupp!

3.  Beim Würzekühlen (nach 8 Stunden Arbeit)

"Das ging aber schnell ..."

Nun, das Kühlen selbst dauerte dank Umlauf-/Gegenstromkühler kaum 15 Minuten.

 

Jetzt nur nichts verschütten!

Und wer braut da heimlich hinterm Busch?

 

Nein, wir nennen keine Namen.

Fest steht: Angesichts einer so schönen Pilsenerschaumkrone im eigenen Gärfass weiß man gar nicht mehr, warum man je im Getränkemarkt war.

 

 

Und wie geht's jetzt weiter?

 

Wer das nun alles einmal bei sich zuhause ausprobieren und sich die zahllosen Halb- und Falschheiten vieler (nicht aller!) youtube-academy-Kurse ersparen möchte, der scheue sich nicht, mit mir Kontakt aufzunehmen!

 

tom@prignitz-bier.de

033981 508677 bzw. 0175 2598160.

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